Wie ich zur
Ernährungswissenschaft
kam
Kochen war in meinem Leben schon immer da. Lange bevor ich wusste, dass man Ernährung studieren kann, hatte ich eine große Leidenschaft für Lebensmittel, ihre Zubereitung und vor allem für das Essen selbst. In meinem Elternhaus gab es täglich frisches Essen, und jede Mahlzeit wurde als Event gefeiert.
Aus meiner Freude am Essen wurde durch mein Studium zur Ernährungswissenschaftlerin Fachwissen. Ich verstand, dass Essen so viel mehr ist als eine Frage von Nährstoffen. Es ist emotional und es ist sozial. Was auf dem Teller landet, hat immer auch mit dem Leben zu tun, das jemand führt. Und kaum etwas beeinflusst unsere körperliche, psychische und soziale Gesundheit so unmittelbar.
Was mir Freude macht
In meinem Alltag begegnen mir ständig die großen Fragen rund um Ernährung, dazu Unsicherheiten und viel Halbwissen. Das überrascht mich nicht. Ernähren müssen wir uns alle, aber Ernährungsbildung findet in der Schule bis heute keinen Platz. Und wissenschaftliche Erkenntnisse gibt es reichlich, nur kommen sie selten am Küchentisch an.
Was mir im Laufe der Jahre aufgefallen ist: Meine Begeisterung für Ernährung färbt ab. Menschen fangen in meiner Nähe an zu kochen, sie bringen Lebensmittel mit, wir stellen uns gemeinsam in meiner Küche und auf einmal reden wir über Garmethoden und wissenschaftliche Erkenntnisse gleichermaßen. Offenbar kann ich etwas weitergeben, das mir selbst viel bedeutet. Dieser Blog ist der Versuch, das über meine eigene Küche hinaus zu tun.